Nutzerunterstützung
In der „Factory of Things“ steht der Mensch im Mittelpunkt. Während sich die kognitiven Fähigkeiten des Menschen seit tausenden von Jahren nicht wesentlich geändert haben, steigt der funktionale Umfang heutiger Technik immer weiter an. Technische Systeme der Zukunft müssen sich daher an den Fähigkeiten des Menschen ausrichten und nicht umgekehrt. In diesem Forschungsschwerpunkt werden Methoden und Werkzeuge erarbeitet und aus der Informatik in die Domäne der Fabrikautomation übertragen, um Benutzungsschnittstellen auf Basis von Modellen zu entwickeln. Anwendungen dieser Modelle, Methoden und Werkzeuge stellten u.a. die mobile Bedienung von Maschinen, sowie die ubiquitäre Nutzerunterstützung im Fabrikumfeld dar.
Modellbasierte Entwicklung von Benutzerschnittstellen
Durch die Erhöhung der Komplexität bei der Entwicklung von gebrauchstauglichen Benutzungsschnittstellen für verschiedene Modalitäten, Plattformen und Geräte werden neue effizientere Entwicklungsprozesse und -methoden benötigt.
Die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Forschung sind dabei die Übertragung der Prinzipien des MBUID (Model Based User Interface Development) aus der Informatik in die Automatisierungstechnik, die Entwicklung einer durchgängigen modellbasierten Architektur und Software-Werkzeugkette sowie die Formalisierung und Integration von Usability-Normen in den Useware-Entwicklungsprozess
HCI-Pattern-getriebene Laufzeitadaption von Benutzungsschnittstellen
Ziel ist die Unterstützung des Servicepersonals bei der Wartung von smarten Produktionsumgebungen mittels HCI-pattern-getriebener Laufzeitadaption, universeller mobiler Bediengeräte. Forschungsinhalte sind dabei die nutzerzentrierte und aufgabenbasierte Laufzeitgenerierung der Benutzungsschnittstellen, die Einbeziehung des Kontextes zur Darstellung bediensituationsrelevanter Informationen sowie die Verkürzung der Entwicklungszeit durch Wiederverwendung von Modellkomponenten.
Intuitive aufgabenbasierte Erstkommunikation mit industriellen Feldgeräten
Ziel ist die Realisierung eines effizienten und sicheren Verbindungsaufbaus von nicht vorkonfigurierten Feldgeräten mittels mobiler Bediengeräte. Wissenschaftliche Inhalte sind dabei die intuitive Identifikation der Feldgeräte, die automatische Konfiguration der Kommunikationsschnittstelle sowie die Realisierung simultaner Mehrnutzerbedienung und die sichere Handhabung von N:M Kommunikationsverbindungen.
Ubiquitäre Nutzerunterstützung im Fabrikumfeld
Ubiquitäre Assistenzsysteme auf Basis von aufgabenorientierten Wissensmodellen führen zur Beherrschbarkeit komplexer, technischer Systeme. Wissenschaftliche Inhalte sind dabei die Überführung von deklarativem Handlungswissen in formalisierte Wissensmodelle (Schaffung der Datenbasis für Assistenzsysteme), die Zusammenführung und Vereinheitlichung von Entwicklungs- und Dokumentationsprozessen, sowie die mobile, interaktive und kontextbezogene Bereitstellung von formalisiertem Handlungswissen.

