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Informationsmanagement in der „Factory of Things“

Semantische Technologien

Eine wesentliche Voraussetzung für das reibungslose Funktionieren miteinander vernetzter Gegenstände innerhalb des Produktionsumfelds sowie für das autonome Handeln dieser Systeme ist die explizite Darstellung des Kontexts von Daten und Informationen. Die Menge der anfallenden Daten und der daraus gewonnenen Informationen im gesamten Produktionssystem ist enorm groß. Daten entstehen in allen Ebenen der Automatisierungspyramide, angefangen bei einfachen binären Sensoren, über Betriebsdaten einzelner Maschinen und Produktionsanlagen bis hin zu den wirtschaftlichen und logistischen Informationen des Produktionsplanungs- und Steuerungssystems. Viele dieser Daten sind heute implizit an die jeweilige Maschine, Anlage oder Einrichtung gebunden und außerhalb dieser Systeme oft nicht sichtbar.

Durch die semantische Annotation produktionsbezogener Daten können Informationen kontextabhängig gefiltert und bereitgestellt werden. Diese kontextsensitive Automatisierung dient zur Steigerung der Flexibilität und damit zur erhöhten Produktivität von Industrieanlagen.

Bedeutung und Anwendung Semantischer Technologien in der FoT

Durch den Einsatz semantischer Technologien kann die steigende Komplexität in der Fabrik der Zukunft beherrscht und die Flexibilität und Wandlungsfähigkeit von Produktionsanlagen erhöht werden. Wissenschaftliche Inhalte sind dabei die Identifizierung und Verarbeitung geeigneter Wissensquellen im Produktionsumfeld (Wissensakquisition), die semantische Beschreibung von Produkten, Prozessen und Anlagen sowie das dynamische Auffinden und semi-automatische Orchestrieren von Diensten in der Produktion.

Eine neue Dimension der Flexibilität in Produktionsumgebungen durch kontextsensitive Automatisierung

Die Informationsflut zur Bewältigung komplexer Aufgaben in der Fabrik der Zukunft wird durch Filterung, Aggregation und Abstraktion beherrschbar gemacht. Wissenschaftliche Inhalte im Rahmen der SmartFactoryKL sind die Übertragung der Prinzipien des context-aware computing auf die Automatisierungstechnik, die Schaffung einheitlicher Datenformate und gemeinsamer Schnittstellen zur Abbildung der dynamischen Fabrikumgebung sowie die Abstraktion und Hierarchisierung der anfallenden Datenmenge. 

Architektur für die Nutzung räumlicher Kontextinformationen in Fabriksystemen zur Prozessoptimierung

In der wandlungsfähigen Fabrik der Zukunft stellen räumliche Kontextinformationen eine zentrale Voraussetzung zur transparenten und effizienten Gestaltung mobiler und adaptiver Prozesse dar. Die wissenschaftlichen Inhalte sind dabei die Entwicklung eines Datenformats, welches die einheitliche Repräsentation von räumlichen Kontextinformationen erlaubt, der Aufbau einer formal beschriebenen Wissensbasis zur Interpretation dieser Kontextinformationen sowie eine Gesamtarchitektur, welche die Aggregation und semantische Interpretation von Informationen aus unterschiedlichen Kontextquellen ermöglicht.